Weihnachten rückt immer dichter und ich kann mir vorstellen, dass man in Deutschland an diesem Fest nicht vorbeikommt. Das ist hier in Israel ganz anders, wo der Großteil der Bevölkerung jüdisch oder muslimisch ist, weswegen den christlichen Feiertagen kaum Beachtung geschenkt wird.
Man kann das Gedenken an die Geburt Jesu also auch mal ohne den ganzen Trubel begehen, ohne die westlichen Traditionen, die im Laufe der Zeit an Weihnachten rangedichtet wurden. Dies hat natürlich Vorteile, aber irgendwie hat man sich auch daran gewöhnt, dass Weihnachten in Deutschland noch viel mehr ist, viel mehr Kultur sich zusätzlich entwickelt hat und ein fester Bestandteil des Festes ist. Und so haben wir es uns als Volontärs-WG nicht nehmen lassen, ein bisschen europäische Weihnachtsstimmung in unsere Wohnung zu holen, indem wir letztens einen Weihnachtsbaum geschlagen haben (Keine Angst, er hat die Backpfeife verkraftet ), der jetzt, wo er so schön geschmückt ist, unser Zuhause weihnachtlicher und gemütlicher macht:
Nachdem ich am Samstag die Frühschicht gearbeitet hatte und Philip, Sara und ich in der Gemeinde waren, haben wir uns zu fünft (Eric, David, Stefan, Phil und ich) “Band of Brothers” angekuckt. Band of Brothers ist eine amerikanische Miniserie in 10 Teilen, die etwa eine Stunde gehen, und spielt im zweiten Weltkrieg.
Wir haben um 9 Uhr angefangen, allerdings haben nur Phil und ich es bis zum Ende geschafft. David hat am nächsten Tag nämlich die Frühschicht gearbeitet, weswegen er nach Folge 6 schlafen gegangen ist, Phil hatte nicht so anstrengende Arbeit vor sich, und Eric, Stefan und ich hatten frei bzw. erwartete uns eine Spätschicht, zumindest mich. Trotzdem waren die beiden so müde, dass sie irgendwo in der Mitte angefangen haben zu dösen bis sie ganz eingeschlafen sind. So ganz haben wir es also nicht geschafft im Sinne des Films brüderlich zusammen zu halten.
Am nächsten Tag, hat dann um 7:15, während der letzten Folge, die Vizechefin angerufen und gefragt, ob ich arbeiten könne da ein Arbeiter spontan ausgefallen war und keiner so schnell kommen. Also habe ich 8 Stunden mehr müde als wach auf dem Flur verbracht um mich dann nach der Schicht eine dreiviertel Stunde ins Bett zu legen, und voller Vorfreude Werder-Hamburg zu kucken, was für mich als gebürtiger Hamburger, der in Bremen aufgewachsen ist, immer wieder ein Highlight ist. Leider war der Ausgang des Spiels ein bisschen bitter.
Gestern Nacht war es dann wirklich schön, nach 41 Stunden, in denen ich etwa 45 Minuten geschlafen hatte, ins Bett zu gehen.
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