Netzteil-Probleme

23 06 2010

Wer mein Blog verfolgt, dem wird aufgefallen sein, dass in letzter Zeit sehr regelmäßig Aktualisierungen gab, seit einer Woche aber gar nichts mehr passiert ist. Dies liegt daran, dass sich – nachdem mein erstes Netzteil seinen Geist aufgegeben hat – auch das zweite Ex-Netzteil von Johannes aus der Welt der lebenden Technik verabschiedet hat.

Mittlerweile habe ich schon zwei Lötsessions eingeschoben, mit geringem Erfolg. Es fließt zwar Strom, allerdings kommt er nicht im Laptop an. Womöglich haben wir einen Denkfehler gemacht, bisher ist er mir aber noch nicht in den Sinn gekommen.

Deswegen werde ich mir jetzt wahrscheinlich in anderthalb Wochen ein neues Netzteil mitbringen lassen und bis dahin sporadisch Philips MacBook nutzen (müssen). Allerdings ist es bestimmt auch ganz gut, eine Zeit zu haben, in der ich Laptops nicht so intensiv nutzen kann.

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Blog-Neuerung: Gefällt-mir-Button

22 04 2010

Nur mal eine kurze Info:

Seit soeben gibt es die Möglichkeit, per Mausklick unter einem Eintrag mitzuteilen, dass einem derArtikel gefällt.

Möglich wird dies durch ein kleines, einfaches Plugin namens WP Likes.

4 Lesern gefällt dieser Artikel.

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Interessante Begegnungen

2 03 2010

Heute bin ich mit einem neuen Patienten von uns in die Mall gefahren um etwas zu kaufen. Unterwegs habe ich mich mit unserem Fahrer unterhalten. Nachdem es auf der Hinfahrt um Fußball ging kamen wir auf dem Rückweg auf den Nahostkonflikt. Zunächst klagte er, dass gute Musiker nach Deutschland, jedoch nicht nach Israel kämen und drückte aus, dass er gerne in einem anderen Land geboren wäre. Allerdings, so meinte er, sei es nachvollziehbar, dass Israel nicht hoch angesehen ist bei internationalen Stars der Showbranche, ein kleines Land in dem es so viele Probleme gebe.

Im Laufe des Gespräches sagte er einige Dinge, die ich schon häufig gehört habe:

“Nie wird hier Frieden herrschen können. Natürlich habe ich arabische Freunde, hier, hier und auch hier (dabei zeigte er aus dem Fenster). Auf der persönlichen Ebene ist das überhaupt kein Problem, aber tiefgreifender Frieden zwischen den Völkern ist eine Illusion.”

Seiner Meinung nach sind die derzeitigen Machthaber alle viel zu ängstlich um wirklich was zu verändern. Es müsse Politiker geben, die die Araber wirklich als Menschen behandelen, nicht wie Tiere. Sonst sei es auch völlig selbstverständlich, dass sie sich wie ebensolche verhalten und in die Luft sprengen. Allerdings seien die derzeitigen Machthaber viel zu wenig an einer Lösung des Konfliktes interessiert, da dieser sich finanziell sehr positiv auswirke.

Interessiert welche Meinung er zu den USA, den UN (hier häufig als United Nonsens, also Vereinter Blödsinn, bezeichnet) und Obama hatte, fragte ich nach. Die eindeutige Antwort war:

“Obama is just a gimmick.” (Obama ist nur ein Kleinteil in dem Konflikt, das niemand wirklich braucht.)

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Später am Nachmittag, bin ich dann noch für einen unserer Muskelschwundpatienten zur Post gegangen, auf dem Weg hat mich ein Jude zu sich gerufen. Also bin ich zu ihm hingegangen und habe schon überlegt, was er von mir möchte, da es ein ganz normaler Wochentag war (Am Shabbat sprechen Juden ab und zu Goi, also Nichtjuden, an, ob sie ihnen das Licht anmachen könnten o.ä., Ausfühlicheres zum Shabbat hier).

Als ich näher kam fragte er mich, ob ich zehn Minuten Zeit hätte, mit ihm und den anderen acht zu beten. (Im Judentum braucht man zehn Männer um in der Synagoge beten zu können, sie waren nur zu neunt). Ich verstand wie er zu einem der anderen sagte: “Er braucht ja nur Amen zu sagen.” Irritiert von meinen fragenden Gesichtsausdruck fragte er mich ob ich überhaupt jüdisch sei, nachdem ich verneinte, konnte ich weitergehen. Das war auf Grund des Zeitdrucks auch ganz gut so, allerdings war ich doch ein bisschen traurig, weil bestimmt interessant geworden wäre.

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Judentum und Shabbat

3 01 2010

Ein zentraler Bestandteil des Judentums ist der Shabbat, ein Tag in der Woche, an dem man komplett ruht und der auch trotz seiner Regelmäßigkeit der höchste Feiertag der Religion ist. Hier in Israel kann man diesen Tag nicht übersehen; anders als am deutschen Sonntag, fahren zumindest in Jerusalem keine Busse, Läden sind geschlossen. Dies wird umgesetzt, obwohl längst nicht alle Menschen die hier leben jüdisch sind (etwa 75% der Israelis sind jüdischer Abstammung, als religiös bezeichnet sich von dieser Gruppe aber nur ein Drittel). Um die 20% der Bevölkerung sind arabisch, die den Shabbat in ihren Gebieten natürlich nicht einhalten müssen, aber auf öffentlichen Plätzen bleibt ihnen allerdings auch nichts anderes übrig.

Für den Shabbat gibt es unterschiedliche Begründungen, unter anderem, dass – laut der Überlieferung der Schöfpungsgeschichte – Gott in sechs Tagen die Welt erschaffen, am siebten Tag jedoch geruht hat, dass Gott Israel aus Ägypten in das Land geführt hat, in dem sie auch heute wieder leben oder auch als Ruhepause um neue Kraft für die Arbeit zu sammeln.

Das Arbeitsverbot, das mit dem Shabbat einhergeht ist heutzutage durch den Talmud, der zweitwichtigsten jüdischen Schrift ziemlich eindeutig festgelegt. So darf man kein Feuer anzünden, nichts verdienen (religiösen Juden fassen am Shabbat nicht einmal Geld an), keine Werkzeuge verwenden und auch nicht schreiben. Eine interessante Angelegenheit ist auch der sogenannte Shabbatfahrstuhl: Da das Drücken von Knöpfen als Arbeit gilt, gibt es Aufzüge, die grundsätzlich auf jedem Stockwerk für einige Minuten halten, damit man ein- und aussteigen kann, ohne den Feiertag zu missachten.

Juden dürfen beispielsweises auch keine anderen Menschen zur Arbeit auffordern, da sie sich nicht ganz sicher sein können, ob der andere jüdisch ist, oder nicht. Deswegen fragen meine religiösen Behinderten mich am Shabbat nicht, ob ich das Licht anmachen könne, sondern sagen: “Es ist so dunkel im Raum.”

Die grundlegende Entscheidungsregel zur Bestimmung, was erlaubt ist und was nicht, lautet im Judentum, ob etwas neues geschaffen wird, oder nicht.

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Letztens waren Philip, Sara und ich an einem Samstag an der Altstadt, bevor wir zur Gemeinde gegangen sind. Während wir zum Damaskustor liefen, sind wir an einer Demonstration Ultra-Orthodoxer Juden vorbei gekommen:

Die Menge setzte sich dafür ein, dass der Shabbat in ganz Jerusalem so praktiziert wird, wie in den ultra-orthodoxen Vierteln (Dazu gehört beispielsweise, dass in der ganzen Stadt kein Auto fahren solle) und untermauerte ihr Anliegen durch laute „Shabbes“-Rufe, was jiddisch ist und Shabbat heißt.

In dem Moment habe ich mich wieder einmal gewundert, wieso die Juden sich möglichst genau an das Gesetz, zu halten versuchen, und dazu jeden kleinsten Wortlaut umsetzten; gleichzeitig jedoch den Sinn des Gesetzes – zumindest aus meiner Perspektive – völlig außer Acht lassen, indem sie auf der Straße stehen und Rabatz machen. Ich verstehe den Shabbat als ein Aufforderung Gottes als Mensch zur Ruhe zu kommen.

Im nächsten Augenblick hab ich dann aber gedacht, wie engstirnig es ist, die andere Religion innerlich zu kritisieren, weil sie Sachen nicht so versteht wie ich, und ich bin mir sicher, dass es auch in dem, was wir als Christen machen, vieles gibt, wo Andere nur den Kopf drüber schütteln können, da es am Sinn vorbeizugehen scheint. Ich hoffe, dass ich die Augen offen halten kann für solche Dinge und feste Grundsätze nicht ungefragt übernehme, weil man es nun mal so macht.

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Übrigens: Frohes Neues!

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Band of Brothers

21 12 2009

Nachdem ich am Samstag die Frühschicht gearbeitet hatte und Philip, Sara und ich in der Gemeinde waren, haben wir uns zu fünft (Eric, David, Stefan, Phil und ich) “Band of Brothers” angekuckt. Band of Brothers ist eine amerikanische Miniserie in 10 Teilen, die etwa eine Stunde gehen, und spielt im zweiten Weltkrieg.

Wir haben um 9 Uhr angefangen, allerdings haben nur Phil und ich es bis zum Ende geschafft. David hat am nächsten Tag nämlich die Frühschicht gearbeitet, weswegen er nach Folge 6 schlafen gegangen ist, Phil hatte nicht so anstrengende Arbeit vor sich, und Eric, Stefan und ich hatten frei bzw. erwartete uns eine Spätschicht, zumindest mich. Trotzdem waren die beiden so müde, dass sie irgendwo in der Mitte angefangen haben zu dösen bis sie ganz eingeschlafen sind. So ganz haben wir es also nicht geschafft im Sinne des Films brüderlich zusammen zu halten.

Am nächsten Tag, hat dann um 7:15, während der letzten Folge, die Vizechefin angerufen und gefragt, ob ich arbeiten könne da ein Arbeiter spontan ausgefallen war und keiner so schnell kommen. Also habe ich 8 Stunden mehr müde als wach auf dem Flur verbracht um mich dann nach der Schicht eine dreiviertel Stunde ins Bett zu legen, und voller Vorfreude Werder-Hamburg zu kucken, was für mich als gebürtiger Hamburger, der in Bremen aufgewachsen ist, immer wieder ein Highlight ist. Leider war der Ausgang des Spiels ein bisschen bitter.

Gestern Nacht war es dann wirklich schön, nach 41 Stunden, in denen ich etwa 45 Minuten geschlafen hatte, ins Bett zu gehen.

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Kontaktmöglichkeiten

9 09 2009

Da ein Blog ja immer sehr einseitig ist, wollte ich mal drauf hinweisen, auf welche Arten und Weisen ihr direkt mit mir kommunizieren bzw. mehr von meiner Zeit in Israel mitbekommen könnt.

  1. Email
  2. Telefon
  3. Brief
  4. Soziale Netzwerke: Facebook, SchülerVZ, StudiVZ/MeinVZ, Myspace
  5. Instant Messaging: Skype, MSN, ICQ
  6. Twitter
  7. Online-Fotoalbum
  8. YouTube-Channel

Falls ihr die Daten zu einer der Kontaktmöglichkeiten haben wollt, schreibt mir am besten über dieses Formular.

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Foto-Neuerung

20 08 2009

Ich hab eben ein bischen daran gebastelt, wie auf dem Blog Fotos angezeigt werden, neuerdings kann man sie auch anklicken um sie zu maximieren. Yeah!

PS: Inhaltsreichere Posts werden auch bald wieder kommen, jetzt wird aber erstmal mit der WG CS gezockt. ;-)
Entschuldigung

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Auf geht’s

2 07 2009

Guten Tag lieber Leser,

in Zukunft werde ich hier über meinen “Anderen Dienst im Ausland” (quasi ein unentgelticher Zivildienst) in Israel und alles was mich sonst so bewegt berichten.

Ich wünsche viel Spaß, Lennart

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