Jordanien – Teil 3, Wadi Rum

4 06 2010

Als wir die Grenze überquert hatten, gab es gleich Taxifahrer, die uns ihre Dienste anboten. Wir handelten einen Preis aus, um direkt ins Wadi Rum gebracht zu werden, der im Nachhinein deutlich zu hoch war, allerdings nicht mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen ist. Das Wadi Rum ist das größte seiner Art in Jordanien. Eigentlich bezeichnet der Begriff Wadi einen ausgetrocknetes Flussbett, hier passt es allerdings eher von einer Wüste zu sprechen.

Wadi Rum - Panorama
Wadi Rum – Panorama

Angekommen in dem kleinen Örtchen, wo die Beduinen, die das Wadi verwalten, leben, wurden wir auch gleich zu einem jener Beduinen gefahren, bei dem wir nach etwas langwierigen Verhandlungen aushandelten, zwei Nächte in seinem Camp in der Wüste übernachten zu können und eine ausgedehnte Jeeptour zu machen.

Wadi Rum - Kurz vor dem Sonnenuntergang
Wadi Rum – Kurz vor dem Sonnenuntergang

Also brachte uns ein Jugendlicher, wahrscheinlich jünger als wir, zu der Unterkunft, wo wir uns auf einem Felsen den Sonnenuntergang anschauten, und, nachdem wir mit unserem Gaskocher Reis zubereitet hatten, erschöpft ins Bett fielen.

Wadi Rum - Ausblick
Wadi Rum – Ausblick

Am nächsten Morgen ging es zeitig los und der Fahrer holte uns wieder ab. Er brachte uns zu verschiedenen Orten in der Wüste, die teilweise sehr interessant waren, manchmal hatte ich aber das Gefühl, dass man mühsam nach etwas gesucht hat, was man den Touristen verkaufen kann.

Wadi Rum - Felsbrücke
Wadi Rum – Felsbrücke

Unterwegs machten wir auch zweimal eine etwas längere Pause, um den typischen, sehr süßen, aber auch sehr leckeren Beduinentee zu trinken. In Deutschland konnte ich es mir immer kaum vorstellen, dass man im Nahen Osten so viel Tee trinkt um sich bei den hitzigen Temperaturen abzukühlen, da hat sich meine Meinung aber mittlerweile geändert.

Wadi Rum - Haus von Lawrence
Wadi Rum – Haus von Lawrence

Nach einer zweiten erholsamen Nacht, wollte uns der Fahrer um 7:30 abholen und zum Bus nach Petra bringen, der nur einmal täglich fährt. Dieser Bus sollte das Wadi Rum gegen 8:00 verlassen. Um viertel vor acht war niemand in Sicht, um acht auch nicht. Fünfzehn Minuten nach acht kam dann jemand anders mit seinem Jeep, erklärte uns, dass unserem Fahrer das Benzin ausgegangen sei und er ihn zufällig getroffen habe. Deswegen brachte er uns zur Bushaltestelle, und tatsächlich, wir haben ihn noch gekriegt. So ging die schöne Zeit im Wadi Rum ohne viel Ärger zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten Ort: Petra, eine alte Nabatäerstadt, aus der Zeit 200 vor Christus.

Wadi Rum - Thamar, Rahel, Philip, Ich
Wadi Rum – Thamar, Rahel, Philip, Ich
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Zu den Vorfällen bei Gaza

2 06 2010

In den letzten Tagen wurde hier in Israel viel diskutiert über die Vorfälle der Free Gaza-Aktion. Ich selbst habe zwar mitgekriegt, dass in Fernsehen und Radio über das Thema gesprochen wurde,was genau gesagt wurde, war aber schwierig zu verstehen. Am Tag des Vorfalls haben die drei großen israelischen Fernsehsender fast rund um die Uhr berichtet und auch im Radio schien weniger Musik gespielt zu werden.

Ich selbst habe mich dann hauptsächlich bei den Bewohner des Behindertenheims umgehört, was ihre Meinung ist. Unter anderem wurde folgendes gesagt:

D. behauptete, man hätte die Schiffe einfach durchfahren lassen sollen. Er hätte so gehandelt. Angesprochen auf die israelischen Medien meinte er allerdings, “die sind noch linker als ich, [...] und lieben die Palästinenser”.

M. und Y. vertraten die Meinung, dass die Aktivisten selbst schuld seien, an dem, was passiert sei, da Israel ausgiebig gewarnt hätte. Allerdings vermutete M. dass es schlauer gewesen wäre, die Schiffe erst in israelischen Gewässern zu kapern, weil das noch zu einem großen Problem werden könnte, dass Israel in internationalen Gewässern agiert hat.

Alle drei erzählten übrigens, egal ob sie jetzt eher politisch links oder rechts einzuordnen sind, dass sie den Premierministier “Bibi”, Benjamin Netanjahu, nicht mögen.

Der für die Volontäre zuständige Sozialarbeiter meinte heute morgen bei unserem wöchentlichen Treffen, dass die Aktion ein sehr schlechtes Licht auf Israel werfe und man schlauer hätte vorgehen sollen, indem man die Aktivisten betäubt oder mit mehr Soldaten angegriffen hätte.

Vor etwas längerer Zeit hat sich ein arabischer Arbeiter von uns insofern geäußert, dass er die Hamas der Fatah deswegen vorziehen würde, weil die Hamas in seinen Augen wenigstens nicht korrupt sei. Er selbst ist Mitte fünfzig und arabischer Israeli.

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Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, warum die Proteste gegen Israel so stark sind, da man mehrfach angekündigt hatte, die Blockade des Gazastreifens aufrechtzuerhalten, der übrigens von Israel und Ägypten abgegrenzt wurde. Im Januar war ich in Sderot, einem israelischen Ort nahe Gaza und habe mich dort mit einem Soldaten unterhalten. Seiner Aussage zu Folge, sind vor einigen Jahren noch etwa 20 Raketen täglich in das Kibbuz geflogen, in dem er wohnt, seit dem Rückzug aus dem Gebiet und dem Gazakrieg vor knapp anderhalb Jahren, habe sich die Zahl auf 2 Raketen wöchentlich verringert.

Nachdem nun also feststand, das an dieser Position nichts geändert werden würde, hat man angeboten, die Ladungen in Ashdod, einem wenige Kilometer entfernten Hafen, zu löschen und auf dem Landweg nach Gaza zu bringen. Man hatte sich auch schon auf diesen Fall eingestellt und ein Auffanglager vorbereitet. Der Vorschlag wurde von den Aktivisten allerdings mit der Begründung abgelehnt, die Schiffe seien ausreichend auf Waffen kontrolliert worden.

Dies finde ich allerdings schwer nachvollziehbar, wenn man sich die folgenden Videos anschaut:

Von oben:

Von der Seite:

Von einem Aktivisten:

Im Rückblick scheint die ganze Aktion nur darauf ausgelegt gewesen zu sein, einen israelischen Fehler zu provozieren, damit, dass jetzt neun Menschen gestorben sind, hat man aber sicherlich nicht gerechnet. Israel selbst kann man meiner Meinung nach den Vorwurf machen, dass die Intervention schlecht geplant gewesen ist, und man intelligenter hätte vorgehen können. Dass man mutwillig Menschen umbringen wollte, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Da würde ich persönlich viel eher den Begriff Friedensaktivist hinterfragen.

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Jordanien – Teil 2, Grenze

1 06 2010

Nach dem ganzen Stress im Vorhinein (der Brief ist übrigens immer noch nicht angekommen; mittlerweile fange ich an, an schwarze Löcher zu glauben), saßen wir also im Bus nach Eilat, dem südlichsten Ort Israels, wo wir die Grenze überqueren wollten. Als wir ankamen, nahm ich mir noch schnell ein Infoblatt über die Grenze, überflog es, und stutzte: “Es ist strikt verboten, Trinkwasser und Lebensmittel einzuführen.” Dabei hatten wir doch jede frei Stelle im Gepäck mit Essen gestopft und jeder hatte zwei Flaschen Wasser dabei. Hmm.. Was nun?

Etwas verunsichert, was nun passieren würde, gingen wir den Kontrollen entgegen, wo wir unsere Rucksäcke auf den Tisch legen mussten, damit die Soldaten sie einen nach dem anderen durchsuchen konnten. Beim ersten wurde schon komisch gekuckt, ob des Essens, beim zweiten fing der Soldat an zu grinsen, beim dritten fragten die beiden, ob denn morgen die Welt untergehen würde und beim vierten konnten sie sich kaum noch halten, dass wir so viel Essen dabei hatten. Auch meine Bibel wurde zweimal sehr gründlich untersucht. Im Endeffekt war es aber kein Problem und wir mussten nichts abgeben.

Auf der anderen Seite angekommen, nahmen wir uns noch fix ein Taxi zu unserem Aufenthaltsort, dem Wadi Rum, einem großen Wüstenbereich.

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Jordanien – Teil 1, Vorbereitungsstress

30 05 2010

Sonntag vor einer Woche haben wir uns auf den Weg nach Jordanien gemacht. Wir, das sind mein Mitbewohner Philip, Thamar und Rahel, die in einem Altenheim bei Tel Aviv arbeiten, und ich. Wir hatten uns zwar schon einige Gedanken gemacht, was wir in etwa sehen möchten, richtig konkret war aber nichts geplant also sind wir einfach losgefahren. Vorher gab es aber noch einiges zu organisieren.

Gepackt wurde Nachts, nachdem wir in der Stadt Bayern im Champions League-Finale haben verlieren sehen. Schlafen konnte ich um die drei Stunden, wie schon in der Nacht zuvor.

Andere Volontäre, die schon in Jordanien waren, hatten uns empfohlen, dort ein Auto zu mieten, da dies besonders günstig sein soll, weshalb ich mir meinen Führerschein aus Deutschland hab schicken lassen. Über eine Woche vor der Reise. Eigentlich kein Problem. Als der Brief aber nach und nach nicht ankam, bin ich am Sonntag, direkt vor der Abfahrt kurzerhand selbst zur Post gegangen, um nachzufragen, was ich schon ab und zu gemacht habe, wenn mir die Post zu lange gebraucht hat:

Ich erkläre der Frau auf hebräisch, dass ich einen Brief erwarte, sage ihr meinen Namen und meine Adresse, mit der Bitte, ob sie nachschauen könne. Sie fragt aber nach der Sendungsnummer, die ich noch nie gebraucht und natürlich nicht bei mir habe. Ohne könne sie mir nicht helfen. Ich versuche es noch weiter, und erkläre, wie wichtig der Brief sei, da ich meinen Führerschein erwarte. Allerdings bleibt sie hartnäckig.

Zeit nach Hause zu laufen, um in meinem Email-Postfach nachzuschauen habe ich nicht. Da bleibt dann nur die Variante, in Deutschland anzurufen. Leichter gesagt als getan, da mein Handy-Guthaben komplett aufgebraucht ist. Ich habe umgerechnet noch einen fünftel-Cent. Der Automat, wo man Aufladekarten kaufen kann, ist zur Freude des Tages auch noch kaputt, was ich der Frau klage. Zum Glück kann sie mein Guthaben auch über ihren Computer auffrischen. Das habe ich nicht gewusst.

Jetzt, wo ich wieder eine Hürde aus dem Weg geräumt habe, rufe ich in Deutschland an. Sonntags. 7:30 morgens. Natürlich geht niemand ran. Also versuche ich es bei meiner Schwester auf dem Handy, die sich nach einigem Klingeln verschlafen meldet und an Papa weiterreicht und mir weiterhelfen kann.

Mit der Sendungsnummer gehe ich wieder zu der Frau am Schalter, die mittlerweile schon ein bisschen genervt ist, von meinen vielen komplizierten Versuchen. Nachdem ich ihr die Nummer diktiert habe, schaut sie im Computer nach, um mir dann zu erklären, dass der Brief noch in Tel Aviv sei. Seit einer Woche. Alles umsonst. Der ganze Stress.

Jetzt heißt es, sich nicht zu sehr zu ärgern, schnell zur Central Bus Station zu kommen, um den Bus nicht zu verpassen, und sich auf den Urlaub zu freuen, obwohl wir kein Auto mehr mieten werden können.

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Blog-Neuerung: Gefällt-mir-Button

22 04 2010

Nur mal eine kurze Info:

Seit soeben gibt es die Möglichkeit, per Mausklick unter einem Eintrag mitzuteilen, dass einem derArtikel gefällt.

Möglich wird dies durch ein kleines, einfaches Plugin namens WP Likes.

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Wie geht man mit der Postmoderne um?

13 04 2010

Heute habe ich angefangen, das Erstlingswerk meines Vaters zum zweiten Mal zu lesen.

Aufgefallen ist mir dabei folgender Abschnitt:

Die Verschiebung der Postmoderne sieht dagegen so aus: Es gibt gar keinen Kartondeckel, auf dem die Vorlage zu sehen ist, das heißt: Es gibt kein zusammenhängendes vorgegebenes Bild, und jemand schüttet nicht nur 1000 Teile, sondern einen ganzen LKW voller Puzzleteile auf den Boden. Und man ahnt: Jede Nacht, die man schläft, kommen mehr Puzzleteile hinzu, als man am vergangenen Tag zusammengelegt hat. Was nun? Wir sind ja gezwungen zu leben. Entweder wird man irre, schmeißt haufenweise Teile in die Luft und hofft, dass sie sich von alleine zusammenfügen, oder man stellt sich der scheinbar unsinnigen Aufgabe, ein paar zusammenhängende Stückchen zu finden. Dabei geht man nicht mehr von den Rändern aus, sondern beginnt von innen und orientiert sich an Farben und Mustern.

Bei dem kursiven Satz musste ich ein bisschen schmunzeln, weil ich mir die Situation so genau vorstellen konnte, allerdings beschreibt dieses Bild sehr genau, dass man trotz vielem, was man nicht mehr versteht und wo Veränderung stattfindet, sich nicht der Sinnlosigkeit und dem Zynismus hingeben, sondern auch kleine Teile des Puzzles zusammenlegen sollte. Hierbei geht man allerdings nicht von einem festen Weltbild aus, dass klare Grenzen hat, sondern man befindet sich mittendrin und beschäftigt sich mit dem unmittelbar Nahen.

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Holocaustgedenktag – יום השואה

13 04 2010

Gestern war in Israel der יום השואה (Jom HaShoa), also der nationale Holocaustgedenktag.

Morgens wurden deswegen in der Gedenkstätte Yad VaShem Kränze niedergelegt. Da auch unsere Organisation vertreten war, bin ich dort gewesen. Zunächst gab es strengere Sicherheitskontrollen als üblich: Meine Tasche wurde zweimal durchleuchtet, ich bin durch einen Metalldetektor gegangen, wurde gefragt wie lange ich schon im Land sei, was ich hier mache und ob ich Waffen dabei hätte und meine Hände wurde darauf geprüft, ob ich in letzter Zeit mit Sprengstoff zu tun hatte.

Nach zwei Schweigeminuten um zehn Uhr, die im ganzen Land begangen wurden (sogar im Straßenverkehr), begann die Zeremonie:

Sechs Feuer, jeder für eine Million ermodete Juden
Sechs Feuer, jeder für eine Million ermodete Juden
Präsident Shimon Peres
Präsident Shimon Peres
Ministerpräsident Benjamin "Bibi" Netanjahu
Ministerpräsident Benjamin "Bibi" Netanjahu
Mitglieder der Organisation für Veranen, Partisanen und Verwundete im Aufbegehren gegen Nazis
Mitglieder der Organisation für Veranen, Partisanen und Verwundete im Aufbegehren gegen Nazis
104 Kränze
104 Kränze

(Bilder von www.yadvashem.org/)

Etwas irritiert hat mich, dass, soweit ich es verstanden habe, vielleicht fünf der 104 Kränze aus Deutschland waren, die auch fast alle von Volontärsorganisationen. Neben den wichtigsten Menschen des israelischen Staates, hätte ich eigentlich den deutschen Botschafter, wenigstens aber einen offiziellen deutschen Vertreter erwartet. War aber niemand da.

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Israel kurzgefasst – Überblick

10 04 2010

Gestern ist mir eine neue Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung aufgefallen.

Das Heft ist von einer ZEIT-Autorin verfasst, die 16 Jahre in Israel lebt. Das was ich bisher gelesen habe erschien mir sehr objektiv und hilfreich.

Jeder, der sich genauer über gewisse Themenbereiche bezüglich des Landes, in dem ich lebe, informieren möchte findet hier eine kostenlose pdf-Version und die Möglichkeit das Büchlein zu bestellen:

http://www.bpb.de/publikationen/E48JUT,0,Israel_kurzgefasst.html

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März-Fotos

2 04 2010

Nachdem ich im letzten Eintrag die letzte Zeit schon mal kurz zusammengefasst habe, gibt es jetzt auch ein paar Bilder zu dem, was los war.

Wenn man auf ein Bild klickt, vergrößert es sich automatisch und die Bildunterschrift wird angezeigt.

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Typisches Abendessen in Ägypten
Typisches Abendessen in Ägypten
Kamelreiten in der Wüste im Sinai
Kamelreiten in der Wüste im Sinai
Abseits der Touri-Orte auf dem Weg nach Hause zu Mohammad, einem Beduinen
Abseits der Touri-Orte auf dem Weg nach Hause zu Mohammad, einem Beduinen
Paintball-Spielen vor dem Haifa-Seminar, in den Haaren kleben zwei Kopfschüsse
Paintball-Spielen vor dem Haifa-Seminar, in den Haaren kleben zwei Kopfschüsse
In den Baha'i-Gärten von Haifa
In den Baha’i-Gärten von Haifa
Foto aus einem abgelegen Haus in Haifa, ideal für Bandfotos
Foto aus einem abgelegen Haus in Haifa, ideal für Bandfotos
Noch ein Bandfoto mit Anna und Joachim, beide Volontäre bei meiner Organisation
Noch ein Bandfoto mit Anna und Joachim, beide Volontäre bei meiner Organisation
Meine WG: Johannes, David, Philip und ich
Meine WG: Johannes, David, Philip und ich

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Zu viele Gedanken – Kurze Zusammenfassung

31 03 2010

In letzter Zeit gab es auf diesem meinem Blog eher wenige Beiträge. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mein Leben derzeit so rastlos ist. Sobald ich von einem Ausflug zurückkomme, bin ich erledigt, und möchte meine Gedanken sammeln, ehe ich mich versehen habe, bin ich aber schon wieder woanders, und dieses Dilemma fängt wieder und wieder von vorne an.

Trotzdem hier mal eine kleine Zusammenfassung:

  • Anfang März bin ich mit 5 Mitvolontären nach Ägypten nach Dahab auf der Sinai-Halbinsel gefahren. Dort haben wir die Zeit genutzt, um Quad zu fahren, auf Pferden und Kamelen zu reiten, uns mit Schnorchel, Maske und Flossen die Korallen anzuschauen, günstig und unkoscher zu essen, …
  • Eine gute Woche später hatte ich dann schon ein Wochenendseminar in Haifa. Nachdem ich vorher zusammen mit vielen Anderen noch zum ersten Mal Paintball gespielt habe, befassten wir uns vor allem mit verschiedenen Strömungen des Judentums.
  • Direkt vom Seminar holte meine Familie (Opa, Mama, Papa & Schwester) mich schon ab. Innerhalb einer Woche konnte ich ihnen vieles vom Land zeigen und einen guten Einblick geben, wo und wie ich hier lebe. Unter anderem waren wir in Haifa, Akko, am See Genezareth, in Jerusalem, am Toten Meer, in Beer Sheva und Latrun.
  • Nach einem kurzen Tag der Erholung ging es vorgestern nach Tiberias am See Genezareth, auf einen Trip mit unseren Behinderten. Dieser kurze Urlaub war für die Behinderten, die währen des Passah-Festes nicht nach Hause zu ihren Familien fahren konnten organisiert.

Vorhin sind wir davon zurückgekommen. Und ich tippe noch schnell diesen Eintrag, damit ich nicht schon wieder unterwegs bin, wenn ich denke meine Gedanken ausreichen geordnet zu haben. Am Sonntag fahren ich nämlich schon wieder für drei Tage mit einem Behinderten zu seiner Familie.

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