30
07
2009
Am heutigen Tag haben wir uns – passend zum israelischen Trauertag – mit dem Holocaust beschäftigt.
Morgens haben wir dazu die weltweit größte Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Dort haben wir eine Führung erhalten und wurden über weitere Hintergründe informiert, die mit einigen Geschichten angereichert waren, sodass man – trotz vielen Geschichtsunterrichts – nochmal neu an die Sache rangehen konnte und neue Perspektiven erhalten hat. Das ganze war mitunter sehr bedrückend, da man als Deutscher natürlich sehr betroffen ist, auch wenn man selbst keinen Juden getötet oder boykottiert oder anderweitig diskriminiert hat, sich aber schon in gewisser Weise verantwortlich und schuldig fühlt.
Einige Volontäre vor dem Eingang von Yad Vashem
Führung in Yad Vashem
Blick über Jerusalem von Yad Vashem aus
Pause in Yad Vashem
Abends hatten wir dann hier im Paulus-Haus, wo das Einführungsseminar stattfindet, Besuch von einer Holocaust-Überlebenden, die viel Leid mitgemacht hat, aber mit ihren 86 Jahren noch sehr fit ist, und ihre Geschichte weitererzählt, um Andere aufmerksam zu machen und mitzuhelfen, dass so etwas Schreckliches nicht nochmal passiert.
Themawechsel:
Nachmittags hatten wir noch etwas freie Zeit, in der wir in der Altstadt waren. Wir Juns wollten uns alles Kopfbedeckungen kaufen, und haben dann coole Strohhüte gefunden. Wir dachten den Verkäufer von 60 auf 26 Schekel runterzuhandeln, wäre ein guter Erfolg, aber da haben wir die Rechnung ohne den Araber gemacht, da wir am nächsten Laden erfahren haben, dass man die Strohhüte auch für 10 Schekel hätte bekommen können, da sie etwa 5 Schekel im Einkauf kosten, wobei sogar das wahrscheinlich noch gelogen war. Apropos Schekel, 1€ sind etwa 5,5 Schekel.
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29
07
2009
Heute war ein ganz schön voller Tag.
Nachdem wir gestern Abend noch in einer Kneipe waren, mussten wir heute “erst um 7:30 bei der Morgen-Andacht sein” (Zitat Ingrid, eine der beiden Seminarleiterinnen), das heißt – da wir nur zwei Duschen für zwölf Männer haben – hat der Wecker nach nicht einmal fünf Stunden um 6:30 geklingelt. Eindeutig zu früh.
Von 9:00 bis 14:00 haben wir eine Stadtführung mit einem siebzigjährigen Holländer mit spanischem Vater gemacht, der orthodoxer Jude ist. Er hat uns echt viel rum geführt und wusste unglaublich gut bescheid. So weiß ich jetzt so einiges über das armenische Viertel, dass neben dem arabischen, jüdischen und christlichen ein bischen aus dem Rahmen zu fallen scheint. Die Armenier waren das erste Volk, dass (nahezu) komplett das Christentum übernommen hat. Die Armenier an sich leben sehr zurückgezogen, völlig eingemauert und hinter Stahltühren versteckt. Das ganze geht so weit, dass sie oben an den Mauern extra Glasscherben eingesetzt haben, dass ja keiner in den Innenhof gelangen kann. Die ganzen fünf Stunden konnte man natürlich nicht aufpassen, aber man fühlt sich jetzt nicht mehr so fremd und unwissend in dieser geschichtsträchtigen Stadt.
Am Nachmittag haben wir dann einiges über die politische und demografische Situation Israels, und über Kibbuzim gelernt, um ein gewisses Grundwissen zu haben.
Ansonsten hat heute um 18:00 der Trauertag der Juden begonne, an dem sie dem zerstörten Tempel hinterhertrauern und an der Klagemauer sind. Da waren wir vorhin noch mit ein paar Leuten, haben Fotos gemacht und uns angehört, wie Juden im Kreis saßen und gemeinsam Psalmen gesungen haben.
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Kategorien : Ausflug, Israel, Jerusalem, Seminar
27
07
2009
Eben habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht um ein paar Fotos zu schießen (herrliche Formulierung, oder?) und endlich was zu essen und zu trinken.
Es ging damit los, dass ich aus dem Hospiz trat, und folgendes sah. Schön, oder?
Blick aus dem österreichischen Hospiz
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Dann bin ich erstmal aus der Altstadt rausgegangen, habe das Paulus-Haus gesucht und gefunden (in dem Morgen das Einführungsseminar stattfindet) und nach etwas Essbarem Ausschau gehalten. (Ich hab dann so ne Art Döner, aber mit etwas anderem Fleisch, und ne Dosencola gekauft. Für gut 3€.) Unterwegs habe ich folgende Bilder gemacht:
Spaziergang 1
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Spaziergang 2
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Spaziergang 3
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So langsam ging auch schon die Sonne unter (hier so meist gegen 20:00, dafür aber das ganze Jahr etwa gleich) und ich habe mich auf den Rückweg gemacht. Um wieder in die Altstadt zu kommen, musste ich durch das Damaskus-Tor, das du hier siehst:
Das Damaskus-Tor, ein Eingang zur Altstadt
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Mittlerweile bin ich satt wieder zurück im Hospiz und freue mich auf den morgigen Tag.
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Kategorien : Israel, Jerusalem
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