Jordanien – Teil 6, Amman

3 07 2010

Abgeschlossen haben wir unsere Jordanien-Reise in Amman. Diese Stadt zu besuchen hatten ich mir schon vor Israel vorgenommen, da das Buch und der Film “Der Mann der niemals lebte” hier spielen und ich den Ort gerne kennenlernen wollte.

Angekommen in Amman, suchten wir ersteinmal ziemlich lange nach dem “Hotel”, dass wir aus unserem Lonely Planet, einem Reiseführer, ausgewählt hatten. Dort gab es allerdings kein Vierbettzimmer mehr, jedoch konnten wir zu viert ein Zweibettzimmer beziehen.

Der Rezeptionist in dem Hotel war beeindruckend. Ich glaube er ist der Mensch, mit dem ich mich das ganze Jahr über am Besten über Fußball und besonders Werder unterhalten konnte, weil er sich unglaublich gut auskannte. Gemeinsam der Rolle von “the Viese” im Spiel gegen Juventus nachtrauern, spekulieren, wen “the Allfos” als nächstes kauft, und auch hoffen, dass “the beoble” in Deutschland sich über einen WM-Sieg freuen können. (Hat jeder alle drei Sachen verstanden? ;-) )

Nachdem wir die Tage zuvor ganz schön viel rumgelaufen sind, haben wir die beiden Tage in Amman eher entspannter verbracht und liefen ein bisschen durch die Suqs, kauften günstiges Essen und als Highlight waren wir zum Schluss noch in einem türkischen Bad, selbstverständlich geschlechtergetrennt (tagsüber die Frauen, abends die Männer), wo wir uns in der Dampfsauna bei etwa 90-100° fast verbrannt und jegliche tote Haute abschmirgeln lassen haben.

Danach gingen wir wie neugeboren noch einmal schlafen und sind dann am nächsten Tag wieder froh und erschöpft zu Hause angekommen.

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Arbeitstag und Stadion

25 08 2009

Im Folgenden werde ich mal exemplarisch eine Frühschicht darstellen:

Gestern ist E., ein Behinderter, aus dem Krankenhaus zurückgekommen. Er wurde an der Hüfte operiert und man muss deswegen äußerst vorsichtig mit ihm umgehen. Aus diesem Grund habe ich heute spontan Früh- statt Spätschicht gearbeitet (Damit morgens drei statt zwei Worker da sind).

Heute morgen ging es dann mit David, einem anderen Volontär, und Jamal um 7:30 los. Die beiden haben sich zunächst um E. gekümmert und ich habe

- M. geweckt und seine Beine gedehnt (er hat eine Nervenkrankheit und braucht das Dehnen zur Entspannung),

- D. auf die Toilette gesetzt, ihn untenrum saubergemacht, rasiert und wieder ins Bett gelegt,

- M. zum Beten fertig gemacht

- O. geweckt, gefüttert, ihm die Zähne geputzt und ihn auf die Toilette gesetzt,

- M. auf die Toilette gebracht,

- O. untenrum abgeduscht, ihm die Badehose angezogen und ihn zum Pool gebracht (um die Beweglichkeit zu trainieren) und

- Y. geweckt, ihn geduscht und wieder ins Bett gelegt.

Als ich damit fertig war, war es etwa 12:00 Uhr und ich hatte eine Stunde kaum was zu tun, bis zum Mittagessen, das immer um 13:00 Uhr ist. Zum Mittagessen habe ich dann D., E., R. und O. ein Lätzchen umgebunden und O. gefüttert.

Später um 14:00 wollte O. zuerst einen Becher mit Diet-Coke trinken und danach habe ich ihn zum Mittagsschlaf ins Bett gebracht.

Von 14:15 bis zum Schichtende um 15:30 war dann auch so gut wie nichts zu tun, außer einmal Y. drehen.

Nach der Schicht war ich so fertig, dass ich schlafen gegangen bin. Eigentlich wollte ich nur zwanzig Minuten schlafen, aber im Endeffekt sind daraus drei Stunden geworden.

Nachdem ich geduscht und kurz ein bischen gesurft habe, hat Tim, der dritte Volo von meinen Flur (außer David und mir), angerufen und gefragt, ob ich Lust habe mit Y. ins Stadion zu gehen. Vorher hatte ich schon von Philip gehört, der mit R., einem Resident, bei der Jerusalem Mall war, dass es dort sehr voll ist, und ein Spiel nach dem Motto Werder-HSV bzw. Dortmund-Schalke ansteht, nämlich Beitar Jerusalem gegen Hapoel Tel Aviv.

Als Behinderter kommt man kostenlos ins Stadion und darf noch eine Begleitperson mitnehmen. Beitar hat gut gespielt, nur leider seine Chancen nicht genutzt, sodass es zum Schluss 0:0 hieß. Schade.

Edit: Ich habe die Vornamen durch den Anfangsbuchstaben ersetzt.

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