Dummheit

11 08 2009

Von Sonntag auf Montag sind wir (Philip, Johannes und ich) nach Tel Aviv gefahren, um uns dort mit anderen Volontären am Strand zu treffen und zu chillen. Zunächst haben wir dann noch zwei Behinderte begleitet, die in Tel Aviv Freunde besucht haben. Da es für die beiden einfacher ist, sind wir mit dem Zug gefahren. Wenn man jetzt denkt, dass israelische Züge mit deutschen Zügen zu vergleichen sind, irrt man sich gewaltig. Die Züge sind dreckig, schweinekalt, und, man braucht für eine Strecke von 70 km über anderthalb Stunden, da das Etwas, das hier Zug genannt wird mit dem Begriff Bimmelbahn besser beschrieben wäre.

Als wir dann endlich da waren – und erstmal von der schwülen, heißen Tel Aviver Luft erschlagen wurden – sind wir an den Strand gefahren. Auf Grund unser Haarschneideaktion (http://www.lennardo-da-vinci.de/2009/08/11/shabatt-schur/), mussten wir uns dort am Strand sogar mehrfach unseren Kopf eincremen. Ungewöhnlich.

An sich konnten wir den Tag dann auch gut zum Entspannen nutzen, wäre da nicht unsere Dummheit. Im Laufe des Nachmittags wurden – trotz Bewachung – ein Rucksack und eine Tasche gestohlen, in der Nacht ist mein Portmonee abhanden gekommen und außerdem hat einer seine Hose und seinen Schlafsack verloren. In meinem Portmonee waren allerdings, dumm wie ich bin, meine Kreditkarte, zwei ec-Karten, eine deutsche SIM-Karte, mein Perso und etwa zehn Euro. Die Karten sind jetzt alle gesperrt, und, so wie ich das eben gelesen habe, kriege ich die Kreditkarte kostenlos ersetzt, sodass das alles nicht ganz so schlimm ist. Am ärgerlichsten an dem Tag war eigentlich, dass ich meine Brille, auf meine Isomatte gelegt habe als ich schwimmen war und da dann Sand drauf gekommen ist, weshalb ich jetzt drei nervige Kratzer auf dem einen Glas habe und dauernd das Gefühl habe, die Brille wäre dreckig.

Nachdem wir wieder zurück waren, konnte ich quasi sofort mit der Spätschicht anfangen, abends bin ich nicht gleich ins Bett gegangen, weil es der letzte Abend von Anna-Sophie, Maria und Anna-Lena war, und dann habe ich heute morgen schon wieder die Frühschicht gearbeitet. Jetzt sind die Mädels allerdings weg und wir sind eine reine Männer-WG; ich hoffe mal, wir kriegen das gut hin.

Nun muss ich aber gute Nacht sagen, um mein Schlafdefizit nicht noch mehr zu verstärken.

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Shabatt S(c)hur

11 08 2009

Am letzten Shabbat hieß es für uns als neue Volontäre in Jerusalem-Gilo (außer David-Jan): “Schnipp, schnapp, Haare ab!”

Die Vorher-/Nachherbilder seht ihr hier:

Vorher
Vorher
Nachher
Nachher


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