Philip hat heute ein Video über das מעון נכים גילו (Maon Nachim Gilo – Behindertenheim Gilo) bei YouTube gefunden, das einen kleinen Einblick davon gibt, wo ich hier in Israel arbeite. Allerdings ist es nur auf hebräisch, aber so hört ihr auch mal, wie die Sprache klingt, mit der ich mich hier mehr oder weniger gut verständige:
Edit: In dem Video sind unter anderem die ehemalige Chef-Krankenschwester des Behindertenheims, der Verantwortliche für den Pool (in dem die Behinderten mit Hilfe schwimmen können um ihre Beweglichkeit zu fördern bzw. zu erhalten), die Haupt-Physiotherapeutin, die Frau, die für die Tiertherapie zuständig ist, und der Manager zu sehen.
Seit Sonntag ist nun das Einführungsseminar vorbei und ich bin in der Einrichtung, in der ich das nächste Jahr arbeiten werde:
In der Einrichtung leben Behinderte und man ist immer für einen Flur zuständig. Auf meinem Flur sind derzeit acht Männer, für die ich, sobald ich richtig anfange zu arbeiten, mit einem anderen Worker zusammen verantwortlich bin. Manche sind sehr selbstständig, sodass man nur die Bettwäsche oder die Batterien fürs Hörgerät wechseln muss, anderen muss man bei nahezu allem helfen, was sie tagsüber so machen, also aufwecken, Zähne putzen, Füttern, in den Rollstuhl heben, auf Toilette schieben, Duschen und anziehen. Die Arbeit, die ich fünf Mal die Woche je 8 Stunden (Früh- oder Spätschicht) verrichte, ist schon ziemlich anstrengend und nicht leicht, aber noch werden wir als Volontäre nur eingeführt und kucken den anderen Workern bei der Arbeit zu, damit wir gut reinkommen. (Zuminest David-Jan und ich auf dem vierten Flur kucken noch zu, Johannes musste gleich am ersten Tag fast alleine arbeiten) Das gute ist, dass die meisten Behinderten geistig noch relativ fit sind; die meisten können sogar besser englisch als die arabischen Worker, sodass die Kommunikation nicht schwer fällt und sie mir auch helfen, wenn ich etwas nicht genau weiß.
Wir Volontäre leben direkt bei der Einrichtung in einer WG, in der wir im Moment zu siebt sind, allerdings fliegen Anna-Sophie und Maria bald zurück nach Deutschland; ab dann sind wir eine reine Männer-WG. Ich bin mal gespannt, wie wir das hinkriegen. Zu unserer WG gehört eine schöne Dachterasse, von der wir einen wunderbaren Blick über Jerusalem haben, das bei Nacht so aussieht:
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