Holocaustgedenktag – יום השואה

13 04 2010

Gestern war in Israel der יום השואה (Jom HaShoa), also der nationale Holocaustgedenktag.

Morgens wurden deswegen in der Gedenkstätte Yad VaShem Kränze niedergelegt. Da auch unsere Organisation vertreten war, bin ich dort gewesen. Zunächst gab es strengere Sicherheitskontrollen als üblich: Meine Tasche wurde zweimal durchleuchtet, ich bin durch einen Metalldetektor gegangen, wurde gefragt wie lange ich schon im Land sei, was ich hier mache und ob ich Waffen dabei hätte und meine Hände wurde darauf geprüft, ob ich in letzter Zeit mit Sprengstoff zu tun hatte.

Nach zwei Schweigeminuten um zehn Uhr, die im ganzen Land begangen wurden (sogar im Straßenverkehr), begann die Zeremonie:

Sechs Feuer, jeder für eine Million ermodete Juden
Sechs Feuer, jeder für eine Million ermodete Juden
Präsident Shimon Peres
Präsident Shimon Peres
Ministerpräsident Benjamin "Bibi" Netanjahu
Ministerpräsident Benjamin "Bibi" Netanjahu
Mitglieder der Organisation für Veranen, Partisanen und Verwundete im Aufbegehren gegen Nazis
Mitglieder der Organisation für Veranen, Partisanen und Verwundete im Aufbegehren gegen Nazis
104 Kränze
104 Kränze

(Bilder von www.yadvashem.org/)

Etwas irritiert hat mich, dass, soweit ich es verstanden habe, vielleicht fünf der 104 Kränze aus Deutschland waren, die auch fast alle von Volontärsorganisationen. Neben den wichtigsten Menschen des israelischen Staates, hätte ich eigentlich den deutschen Botschafter, wenigstens aber einen offiziellen deutschen Vertreter erwartet. War aber niemand da.

Einem Leser gefällt dieser Artikel.

Post to Twitter Post to Facebook



Anabel

26 08 2009

Obwohl es schon vor einer Woche passiert ist, kann ich es immer noch nicht wahrhaben und recht begreifen, dass Anabel nicht mehr lebt. Mit dem „nie wieder…“ komme ich einfach nicht klar.

Ich kannte sie seit etwa anderthalb Jahren durch Marc – meinen besten Freund – mit dem sie in einem Jahrgang war.  Mit den Leuten aus dem „Horner Freundeskreis“ haben wir nicht extrem häufig was miteinander gemacht, aber wenn Actions gestartet wurden, waren sie meiner Meinung nahezu perfekt, da die Gruppe so gut zusammengepasst hat.

Anabel, war – soweit sie konnte – immer ein wichtiger Teil der Gruppe. Sie hat sich, obwohl sie Krebs hatte, nicht zurückgezogen, sondern hat das Leben gelebt, genossen und bejaht. Ich bin wirklich immer noch erstaunt, was für ein unglaublich positiver Mensch sie war. In dieser Art und Weise ist sie für uns, die wir noch leben, ein Vorbild, dass man sich von widrigen Umständen nicht entmutigen lassen, sondern das Beste aus der Situation machen und kämpfen sollte.

Ich bin dankbar, dass ich sie kennen gelernt habe.

Anabel und ich

Post to Twitter Post to Facebook



Rest in Peace

21 08 2009

Anabel und ich

Post to Twitter Post to Facebook