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10
2009
Heute vor einer Woche wurde hier in Israel der im Prinzip höchste Feiertag begangen. Und zwar: Yom Kippur. An Yom Kippur, zu Deutsch Versöhnungstag, fasten alle Juden von einem Sonnenuntergang bis zum nächsten. Normalerweise erliegt das normale Leben hier schon an einem ganz regulären Shabbat, aber Yom Kippur hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt: Alle Läden geschlossen, kein Essen im Behindertenheim, keine Autos, ein Mitvolontär wurde auf der Straße sogar angesprochen, dass er nicht rauchen dürfe.
Diesen Tag konnten wir als WG natürlich nicht ungenutzt verstreichen lassen, weswegen wir verschiedene Aktionen gestartet haben:
- Haben wir den Einkaufswagen, den wir noch hier stehen hatten, ausgepolstert und sind damit die Straße runtergefahren: Einer saß drin, einer stand hinten drauf und hat gelenkt. Leider ist die Lenkbarkeit der Dinger doch sehr eingeschränkt, weswegen wir das Projekt irgendwann ein bisschen enttäuscht abgebrochen haben.
- Haben wir abends die typische WG-Aktion für alle Volontäre im ILAN in Angriff genommen, nämlich auf den Kran hier in Jerusalem-Gilo zu klettern: Tim war müde und krank und ist deshalb zu Hause geblieben, aber David, Johannes, Philip und ich haben uns auf den Weg gemacht. Nachdem wir hilfreiche Tipps von Tim eingeholt hatten, der schon mal oben war, und die Situation am frühen Abend auch bereits in Augenschein genommen hatten, wussten wir, dass es zwei mögliche Wege gibt. Den langweiligen und den coolen. Der langweilige Weg besteht einfach daraus, dass man ganz unten am Kran über Stacheldraht klettert. Für den coolen Weg muss man hinten um das Einkaufszentrum, zu dem der Kran gehört (Übrigens: Das Upton-Center wird seit Jahren nicht fertig gebaut, damit die Betreiber keine Steuern zahlen müssen), herum gehen und unter anderem über die Dachbalken eines ebenfalls nicht vollendeten Schwimmbads klettern, was ein bisschen risky war. Die zweite Problematik bestand darin, dass es an dem späten Abend sehr neblig war, weshalb immer die Gefahr bestand von den feuchten Sprossen abzurutschen. Im Endeffekt haben David und ich es nach ganz oben geschafft, die anderen haben lieber aufgehört, um nicht runterzufallen.
- Ist uns noch ein Sofa über den Weg gelaufen, das uns so gemocht hat, dass es über einen Zaun gesprungen und uns bis in die WG gefolgt ist.
Ich auf dem Kran
David und ich auf dem Kran
Wir mit dem Sofa im Fahrstuhl
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Kategorien : ILAN, Israel
20
08
2009
Ich hab eben ein bischen daran gebastelt, wie auf dem Blog Fotos angezeigt werden, neuerdings kann man sie auch anklicken um sie zu maximieren. Yeah!
PS: Inhaltsreichere Posts werden auch bald wieder kommen, jetzt wird aber erstmal mit der WG CS gezockt. 
Entschuldigung
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Kategorien : Allgemeines, ILAN
11
08
2009
Am letzten Shabbat hieß es für uns als neue Volontäre in Jerusalem-Gilo (außer David-Jan): “Schnipp, schnapp, Haare ab!”
Die Vorher-/Nachherbilder seht ihr hier:
Vorher
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Nachher
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Kategorien : ILAN, Israel, Jerusalem
11
08
2009
Seit Sonntag ist nun das Einführungsseminar vorbei und ich bin in der Einrichtung, in der ich das nächste Jahr arbeiten werde:
In der Einrichtung leben Behinderte und man ist immer für einen Flur zuständig. Auf meinem Flur sind derzeit acht Männer, für die ich, sobald ich richtig anfange zu arbeiten, mit einem anderen Worker zusammen verantwortlich bin. Manche sind sehr selbstständig, sodass man nur die Bettwäsche oder die Batterien fürs Hörgerät wechseln muss, anderen muss man bei nahezu allem helfen, was sie tagsüber so machen, also aufwecken, Zähne putzen, Füttern, in den Rollstuhl heben, auf Toilette schieben, Duschen und anziehen. Die Arbeit, die ich fünf Mal die Woche je 8 Stunden (Früh- oder Spätschicht) verrichte, ist schon ziemlich anstrengend und nicht leicht, aber noch werden wir als Volontäre nur eingeführt und kucken den anderen Workern bei der Arbeit zu, damit wir gut reinkommen. (Zuminest David-Jan und ich auf dem vierten Flur kucken noch zu, Johannes musste gleich am ersten Tag fast alleine arbeiten) Das gute ist, dass die meisten Behinderten geistig noch relativ fit sind; die meisten können sogar besser englisch als die arabischen Worker, sodass die Kommunikation nicht schwer fällt und sie mir auch helfen, wenn ich etwas nicht genau weiß.
Wir Volontäre leben direkt bei der Einrichtung in einer WG, in der wir im Moment zu siebt sind, allerdings fliegen Anna-Sophie und Maria bald zurück nach Deutschland; ab dann sind wir eine reine Männer-WG. Ich bin mal gespannt, wie wir das hinkriegen. Zu unserer WG gehört eine schöne Dachterasse, von der wir einen wunderbaren Blick über Jerusalem haben, das bei Nacht so aussieht:
Jerusalem bei Nacht
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Kategorien : Arbeit, ILAN, Israel, Jerusalem
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